Schamottsteine für den Backofen sind das Herzstück jedes Holzbackofens, Pizzaofens und Brotbackofens: Sie speichern die Hitze des Feuers und geben sie gleichmäßig an das Backgut ab. Wer die richtigen Steine wählt, verlängert die Lebensdauer des Ofens und verbessert das Backergebnis spürbar.
Welche Schamottsteine passen in Ihren Ofen
Entscheidend sind drei Parameter: die Feuerfestigkeitsklasse (für Backöfen genügen in der Regel Steine der Klasse 1300 bis 1500), die Form — Backofensteine gibt es als Platten, Halbsäulen, Kappen und passgenaue Formsteine — sowie die Maße der vorhandenen Auflageflächen. Beim Ersatz orientiert man sich am besten an einem ausgebauten Stein.
Aufbau einer typischen Backofen-Auskleidung
- Boden: Backofenplatten aus Schamott, 30–50 mm dick, food-safe bei Qualitätsware,
- Wände: Halbsäulen oder Platten, vermauert mit Schamottemörtel,
- Decke: Kappen oder Gewölbesteine,
- Fugen: Dehnungsfugen lassen — Schamott arbeitet thermisch.
Wann Steine ersetzt werden sollten
Rissige, abgesplitterte oder versinterte (glänzende) Steine verlieren ihre Speicherfähigkeit. Einzelne Haarisse sind normal; sobald Stücke herausbrechen oder die Oberfläche glasiert wirkt, sollte der Stein getauscht werden.
Einbau in vier Schritten
Ofen vollständig auskühlen lassen, alte Steine vorsichtig herausnehmen, Auflageflächen von Mörtelresten befreien, neue Steine trocken einpassen und erst dann mit Schamottemörtel setzen. Danach den Ofen langsam über mehrere kleine Feuer wieder anheizen.
Häufige Fragen
Kann man Backofensteine selbst zuschneiden?
Ja — mit einer Stein- oder Winkelschleifer und anschließendem Angießen der Kanten.
Wie dick sollen Bodensteine sein?
Für Brot und Pizza 30–50 mm; dickere Speichersteine halten die Hitze länger.
Sind Schamottsteine lebensmittelecht?
Gebrannte Schamottsteine gelten als food-safe; gepresste und glasierte Ausführungen nur nach Herstellerangabe.
Mehr Grundlagenwissen finden Sie im großen Überblick Schamottsteine: Der ultimative Ratgeber.